Ihre Adresse im Handelsregister

Wer in der Schweiz im Verwaltungsrat sitzt oder eine Gesellschaft führt, steht im Handelsregister: mit Namen, Heimatort und Wohngemeinde. Das ist gesetzlich so vorgesehen und lässt sich nicht löschen.

Heikel wird es, wenn die Gesellschaft an Ihrer Privatadresse domiziliert ist. Dann steht nicht nur die Gemeinde im Register, sondern Strasse und Hausnummer. Eine Domiziladresse bei einer Treuhänderin oder Kanzlei löst das.

Auskunfteien und Verzeichnisse übernehmen die Angaben aus dem Register und reichern sie an. Dort können Sie die Löschung verlangen. Bei der Einwohnerkontrolle Ihrer Gemeinde können Sie in den meisten Kantonen zudem eine Auskunftssperre beantragen.

Wenn die Stimme stimmt und der Anruf trotzdem falsch ist

Eine Stimme lässt sich heute aus wenigen Sekunden Tonaufnahme nachbilden, etwa aus einem Interview oder einer Sprachnachricht. Auch die angezeigte Nummer lässt sich fälschen.

Vereinbaren Sie in der Familie ein Kennwort, das nie geschrieben und nie verschickt wird. Wer am Telefon um Geld oder um Hilfe bittet, nennt es. Wer es nicht kennt, ist nicht der, für den er sich ausgibt.

Im Geschäft gilt dasselbe als Ablauf: Jede Zahlungsanweisung per Anruf oder Nachricht wird über einen zweiten Weg bestätigt, den Sie vorher festgelegt haben. Zeitdruck ist dabei kein Grund für eine Ausnahme, sondern das deutlichste Warnzeichen.

Erpressung: die ersten zehn Minuten

Bezahlen Sie nicht. Wer zahlt, wird wieder gefragt, und das Material ist danach nicht verschwunden.

Löschen Sie nichts. Nachrichten, Profile und Zahlungsadressen sind Beweise. Machen Sie Bildschirmfotos und notieren Sie Zeitpunkte.

Antworten Sie nicht und ändern Sie auf dem betroffenen Gerät keine Passwörter. Wenn dort jemand mitliest, erfährt er die neuen gleich mit.

Holen Sie Hilfe, bevor Sie etwas entscheiden: eine Vertrauensperson, Ihre Anwältin, die Polizei. In der Schweiz nimmt jede Kantonspolizei eine Anzeige entgegen.

Die Mobilnummer als Generalschlüssel

Viele Konten lassen sich über einen Code zurücksetzen, der per SMS kommt. Wer Ihre Nummer auf eine eigene SIM-Karte überträgt, erhält diese Codes an Ihrer Stelle.

Verlangen Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter eine Sperre: Ein Wechsel der SIM-Karte oder des Anbieters ist dann nur noch persönlich oder mit einem zusätzlichen Kennwort möglich.

Stellen Sie die wichtigsten Konten um: E-Mail, Apple oder Google, Bank. Statt Codes per SMS eine App, die den Code auf dem Telefon erzeugt, oder, besser, ein kleiner Schlüssel, den Sie in der Hand halten.

Am Anfang steht ein Gespräch.

Eine Stunde, vertraulich und unverbindlich. Danach erhalten Sie einen Vorschlag, der auf Ihren Haushalt zugeschnitten ist.

Vertrauliches Erstgespräch